Ayurveda

Die Doshas


Vata – Pitta – Kapha

das sagt dir wahrscheinlich überhaupt nichts.
Lass es mich erklären:
Die Doshas setzen sich aus den 5 Elemten: Raum, Luft, Erde, Feuer und Wasser zusammen.
Als Doshas werden die drei Lebensenergien Vata, Pitta und Kapha bezeichnet. Sie verleihen dem Menschen seine individuelle Konstitution sowohl körperlicher als auch geistiger Art. Durch verschiedene Faktoren wie falsche Ernährung oder Stress geraten die Doshas ins Ungleichgewicht und der Mensch wird anfällig für Krankheiten.

Die Aufgabe von Vata
Vata beeinflusst sämtliche physiologischen und psychologischen Körperaktivitäten. Vata steuert die Atmung, den Herzschlag, das Augenblinzeln, die Bewegung des Plasmas und der Zellwände ebenso wie sämtliche Impulse des Nervensystems

 

Die Aufgabe von Pitta
Pitta reguliert die Nahrungsaufnahme und -verwertung, die Verdauung sowie unsere Körpertemperatur und beeinflusst sämtliche biochemischen Vorgänge des Körpers. Auch Enzyme und Aminosäuren, wichtige Bestandteile des Stoffwechsels, werden von Pitta reguliert. Durch die Umwandlung der Nahrung werden Körpertemperatur, Vitalität und Appetit von Pitta geregelt.
Doch nicht nur Nahrung, auch Eindrücke werden vom menschlichen Körper aufgenommen und verarbeitet. Hier ist Pitta zuständig für Intelligenz, Lernen und Verständnis. Gerät Pitta aus dem Gleichgewicht, entstehen Wut, Hass, Frustration, Eifersucht und Kritik.

 

Die Aufgabe von Kapha
Kapha formt die Körperstruktur und hält die Zellen zusammen. Gleichzeitig liefert es die lebensnotwendigen Flüssigkeiten für die Körpersysteme und Zellen: Es fördert das Immunsystem und die Wundheilung, macht Gelenke geschmeidig und befeuchtet die Haut. Ist Kapha im Gleichgewicht, fördert es Ruhe, Liebe und Vergeben. Gerät Kapha in Disharmonie, äußert sich dies in Neid, Gier, sexuellem Verlangen und dem Haften an Menschen und Dingen.

 

Doshas

Nun zu den Eigenschaften

Ich führe hier die einzelnen Doshas auf, jedoch herrscht meistens nicht nur ein Dosha.
Es gibt insgesammt 7 verschiedene Typen:
Vata – Pitta
Vata – Kapha
Pitta – Kapha
Pitta – Vata
Kapha – Vata
Kapha – Pitta
Vata – Pitta – Kapha
Wobei das erstgenannte immer das vorherrschende Dosha ist

 

Vata-Menschen
sind wahre Gourmets. Mittels ihres feinen Gaumens können Sie die Qualität von Nahrungsmitteln gut wahrnehmen; sie wählen instinktiv bekömmliche und energiereiche Lebensmittel aus, sodass der Körper gestärkt und der Geist befriedigt wird. Eine bewusste Ernährung ist für den Vata-Typ ganz besonders wichtig, da sein Verdauungssystem empfindlich und instabil ist. Ernährt der von Vata dominierte Mensch sich falsch, entstehen oft Verstopfung und Blähungen. Unregelmäßiger Appetit und ein Widerwille gegen Ernährungsroutine und regelmäßige Lebensgewohnheiten lassen auf ein dominantes Vata schließen. Agni, das Verdauungsfeuer, arbeitet oft nur unzuverlässig, sodass heute alle Speisen gut vertragen und vom Körper aufgenommen werden, morgen jedoch bei den gleichen Lebensmitteln Koliken und Verstopfung auftreten können.

Pitta-Menschen
besitzen ein starkes und stabiles Verdauungsfeuer. Sie sind voller Energie und erfreuen sich einer robusten Gesundheit. Menschen mit einer Pitta-Konstitution verstehen die Verdauungs- und Ernährungsprobleme anderer nicht, denn sie selbst vertragen fast alle Nahrungsmittel ganz hervorragend. Ihr einziges Leid ist ihr ständiger Hunger und die schlechte Laune, wenn sie auf ihr Essen warten müssen. Ist Pitta erhöht, ist das Agni sehr stark – was jedoch auf lange Sicht gesehen ebenso ungünstig ist wie andere Dosha-Störungen: Die Verdauungssäfte werden gehemmt, da die Agni-Hitze aus dem Verdauungstrakt in die Haut übergeht und somit der Wasseranteil von Pitta das Agni schwächt. Eine Pitta-Störung äußert sich durch starkes Schwitzen, gereizte Stimmung und eine gerötete Haut- und Gesichtsfarbe. Beschwerden des Magen-DarmTraktes, Sodbrennen und Kopfschmerzen sind Folgen einer Übersäuerung. Ein Mensch mit zu starkem Pitta neigt zu emotionalen Ausbrüchen und Nervosität; er fühlt sich „feurig“, ist angespannt und voller unbändiger Kraft.

Der Kapha-Mensch
benötigt in erster Linie Harmonie. Dafür ist er bereit, einiges auf sich zu nehmen – was sich jedoch auch darin äußern kann, dass er bei Stress oder innerer Unruhe zu viel isst. Ein Zuviel an Nahrung bringt jedoch das Kapha-Dosha schnell aus dem Gleichgewicht.
Wird die Konstitution von Kapha dominiert, sind Verdauung und Stoffwechsel langsam und das Agni ist nur schwach ausgeprägt. Eine langsame Verdauung führt zu Schwermut, Antriebslosigkeit, Müdigkeit und Trägheit. Das Leben wird glanzlos. Diese Gefühle „therapiert“ der Kapha-Mensch mit Essen – wodurch sich das Kapha aber weiter erhöht. Mangelnde körperliche Bewegung und eine gehemmte Ausscheidung von Ama führen zu Übergewicht, starker Verschlackung des Körpers und aufgeschwemmtem Körpergewebe.

Schon bei der  Geburt wird die jeweilige Konstitution festgelegt und stellt für die jeweilige Person die individuelle ausgeglichene Zusammensetzung der drei Energien. Dabei ist meistens eines der drei Doshas stark überwiegen.

In einer Ayurvedischen Beratung wird anhand eines Fragebogens die Konstitution festgestellt. Du bekommst demnach deine eigenen, individuellen Empfehlungen zu Nahrungsmitteln, Gewürzen, Ölen, Tages- sowie Jahreszeiten Empfehlungen. Geeignete Sport und Entspannungstechniken u.v.m.

 

 

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